Überstehende Ladung
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Überstehende Ladung

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) stellt den gesetzlichen Rahmen für die technischen Bedingungen der Personen- und Güterbeförderung und mit §22 insbesondere den Rahmen für die Beladung von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr und somit auch für den Spezialfall der überstehenden Ladung.

Sicherung der Ladung

Die Ladung einschließlich der Geräte zur Ladungssicherung sowie die Ladeeinrichtungen sind unter Beachtung der anerkannten Regeln der Technik so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder bei plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin- und herbewegen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.

Hoch überstehende Ladung

Grundsätzlich dürfen ein Fahrzeug und seine Ladung zusammen nicht höher als 4 m sein.

Hiervon ausgenommen sind Fahrzeuge, die mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen beladen sind. Für diese besteht keine Höhenbegrenzung.

Seitlich überstehende Ladung

Grundsätzlich dürfen Fahrzeug und Ladung zusammen nicht breiter als 2,55 m sein. Hiervon ausgenommen sind Fahrzeuge,

  • die mit land- oder forstwirtschaftlichen Erzeugnissen oder Arbeitsgeräten beladen sind. Diese dürfen samt Ladung nicht breiter als 3 m sein.

  • Kühlfahrzeuge, die jedoch nicht breiter als 2,6 m sein dürfen.

Die Sicht nach Hinten über die Außenspiegel darf von der seitlich überstehenden Ladung nicht verdeckt sein.

Ragt die Ladung seitlich mehr als 40 cm über die Fahrzeugleuchten, bei Kraftfahrzeugen über den äußersten Rand der Lichtaustrittsflächen der Begrenzungs- oder Schlussleuchten hinaus, so

  • muss am Tage die Ladung, sich selbst kenntlich machen! Somit ist es nicht zulässig, dass einzelne Latten, Pfähle, waagerecht liegende Platten oder andere schlecht erkennbare Gegenstände seitlich hinausragen.

  • ist bei Dunkelheit die Ladung kenntlich zu machen, und zwar seitlich höchstens 40 cm von ihrem Rand und höchstens 1,5 m über der Fahrbahn nach vorn durch eine Leuchte mit weißem, nach hinten durch eine Leuchte mit rotem Licht.

Vorne überstehende Ladung

Die Ladung darf bis zu einer Höhe von 2,5 m nicht nach Vorn über das Fahrzeug herausragen. Im Übrigen darf der Ladungsüberstand nach Vorne bis zu 50 cm über das Fahrzeug ausmachen.

Dies gilt bei Zügen analog für das ziehende Fahrzeug.

Hinten überstehende Ladung

Bis zu einer Entfernung von 100 km darf die Ladung bis zu 3 m nach Hinten hinausragen.

Ab einer Entfernung von 100 km darf die Ladung bis zu 1,5 m nach Hinten hinausragen.

Die außerhalb des Geltungsbereichs der StVO zurückgelegten Wegstrecken werden hierbei nicht berücksichtigt.

Ein Fahrzeug oder Zug samt Ladung darf hierbei nicht länger als 20,75 m sein.

Steht die Ladung hinten mindestens 1 m über, so ist sie kenntlich zu machen

  • am Tage durch
    • eine hellrote, nicht unter 30 x 30 cm große, durch eine Querstange auseinandergehaltene Fahne oder
    • ein 30 x 30 cm großes, hellrotes, quer zur Fahrtrichtung pendelnd aufgehängtes Schild oder
    • einen senkrecht angebrachten zylindrischen Körper gleicher Farbe und Höhe mit einem Durchmesser von mindestens 35 cm.
  • bei Dunkelheit durch eine rote Leuchte sowie mit einem roten Rückstrahler.

Diese Sicherungsmittel dürfen grundsätzlich nicht höher als 1,5 m über der Fahrbahn, der Rückstrahler nicht höher als 90 cm, angebracht sein.

Verlust von Ladung

Bei Verlust von Ladung, die andere gefährden könnte,

  • ist diese vom Fahrer zu beseitigen.
  • ist, falls eine Beseitigung durch den Fahrer nicht möglich ist, die Polizei zu verständigen und die Gefahrenstelle abzusichern.

Achtung

  • Dachlast und zulässige Gesamtmasse dürfen nicht überschritten werden!
  • Eine Dachladung hat erheblichen Einfluss auf die Fahreigenschaften eines Fahrzeuges!
  • Außen angebrachte Ladung darf die Beleuchtungseinrichtungen und das Kennzeichen nicht verdecken!
  • Haltevorrichtungen müssen gemäß Herstellerangabe geeignet sein.


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