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Streifzug durch die Historie von Alpine

Alpine auf Pariser Rétromobile

Legendäre Alpine-Modelle treffen auf der Rétromobile in Paris vom 8. bis 12. Februar 2017 auf eine moderne Alpine-Studie und erlauben damit einen Streifzug durch die Geschichte von Alpine. Hierzu präsentiert Alpine die Klassiker A106, A108, A110, A310, GTA und A610 sowie die in 2016 vorgestellte Studie Alpine Vision. Hiermit schlägt Alpine eine Brücke von der Vergangenheit zur Zukunft der Marke, wobei der Usus beibehalten wird, dass Alpine-Modelle weiblich zu titulieren sind.

Bild der Alpine 110 sowie der Alpine Vision - Copyright/Quelle: Renault
Alpine A110 & Alpine Vision - Copyright/Quelle: Renault

Alpine A106

Die 251 Exemplare der Alpine A106 ließ Markengründer Jean Rédélé aus bewährten Renault-Komponenten in den Jahren 1955 bis 1961 bauen. Auf das Chassis des Renault 4 CV setzte Jean Rédélé einen Aufbau aus Kunststoff. Hiermit schuf er die Blaupause für alle späteren Alpine-Modelle. Der Radstand von 2,1 m war identisch mit dem des Renault 4 CV und blieb für 20 Jahre eine unveränderliche Größe bei den meisten Sportmodellen von Alpine.

Bild der Alpine 106 - Copyright/Quelle: Renault
Copyright/Quelle: Renault

Alpine A108

1958 präsentierte Alpine die A108, zunächst als Cabriolet, ab 1959 auch als Hardtop-Variante und als Coupé 2+2. Von der Alpine A108 wurden im Zeitraum von 1958 bis 1965 letztendlich 236 Exemplare gefertigt.

Alpine GT4

Auf dem Pariser Automobilsalon 1962 präsentierte Alpine die Modelle GT4 und A110. Die Alpine GT4 war die Nachfolgerin für das A108 Coupé 2+2. Die GT4 bestach durch eine schnörkellose Linienführung und großzügige Abmessungen. Sie war 4,05 m lang, 1,5 m breit und 1,25 m hoch. Ihr Radstand maß 2,27 m. Von der 115 PS starken Alpine GT4 wurden 263 Exemplare gebaut.

Alpine A110

Die größten Rallye-Erfolge feierte Alpine mit der 1962 vorgestellten, 7.489mal gebauten A110. Diese gewann die internationale Markenmeisterschaft 1971 und die erste Rallye-Weltmeisterschaft 1973.

Das Erfolgsrezept der A110 war eine passende Kombination aus Motorenperformance und niedrigem Gewicht. Je nach Version wog der nur 1,12 m hohe Renner zwischen 575 und 730 kg. Die Motoren stammten aus dem Renault 8 sowie Renault 16 und stellten nach Tuning bei den Rallye-Varianten bis zu 200 PS bereit. Der Hubraum stieg mit der Zeit von 1,0 auf 1,8 Liter und die Höchstgeschwindigkeit von 170 auf 225 km/h. Der Hinterradantrieb sorgte für gute Traktion und Kurvengeschwindigkeiten.

Alpine A310

Mit der Alpine A310 wandelte sich ab 1971 die Formensprache der Marke von rund zu kantig. Das Design war unverwechselbar mit seiner spitz zulaufenden Front und Scheinwerfern hinter einer Plexiglasabdeckung. Die Grundkonzeption bestand aus Stahlrohrrahmen und Polyester-Karosserie. Von der Alpine A310 wurden 11.616 Exemplare, davon 2.340 Vierzylindermodelle und 9.276 Sechszylindermodelle, in den Jahren 1971 bis 1984 gefertigt.

Bild der Alpine 310 - Copyright/Quelle: Renault
Copyright/Quelle: Renault

Alpine GTA bzw. Alpine V6 GT

Der Alpine 310 folgte ab September 1984 die Alpine V6 GT, die auch als Alpine GTA bezeichnet wurde. Die Grundkonzeption der A310 aus Stahlrohrrahmen, Polyester-Karosserie, zwei plus zwei Sitzen sowie Heckmotor wurde beibehalten. Der Radstand wuchs um sieben Zentimeter. Aus 2,8 Liter Hubraum stellte der V6 nun 158 PS bereit. Mit 235 km/h Spitze war die Alpine V6 GT bei ihrem Verkaufsstart 1985 das schnellste Fahrzeug aus dem Renault-Konzern.

Bild der Alpine V6 GT - Copyright/Quelle: Renault
Copyright/Quelle: Renault

Alpine A610

Ab 1991 wurden von der 250 PS starken Alpine A610 insgesamt 849 Exemplare gebaut. Bei der A610 wurden die Scheinwerfer hinter Plexiglas durch Klappscheinwerfer ersetzt. Die A610 erhielt zudem seitliche Lufteinlässe vor den hinteren Radkästen und überarbeitete Stoßfänger. Zur Serienausstattung gehörten Klima- und HiFi-Anlage, was damals selbst im oberen Preissegment noch keine Selbstverständlichkeit war. Die A610 trieb ein 3-Liter-V6-Aggregat an, dessen Garrett-Turbolader einen auf 0,77 bar angehobenen Ladedruck aufwies.

Bild der Alpine 610 - Copyright/Quelle: Renault
Copyright/Quelle: Renault

Vorläufiges Produktionsende 1994

1994 endete die Sportwagenproduktion von Alpine. In den Jahren 1955 bis 1994 gab es somit sieben Modellreihen an Sportwagen von Alpine.

2017 Revival

2017 soll der neue Alpine-Seriensportwagen erscheinen. Das Design des agilen Zweisitzers orientiert sich an der A110, ist aber übersetzt in eine moderne Formensprache. Die 2016 vorgestellte Studie Alpine Vision zeigt nach Aussage von Renault bereits das Aussehen des kommenden Serienmodells realitätsnah.


02.2017