Audi R18 TDI
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Audi R18 TDI (2011)

ein Le-Mans-Prototyp

Der Audi R18 TDI ist ein LMP1-Le-Mans-Prototyp, d.h. ein Sportwagen mit einem Mindestgewicht von 900 kg, der speziell für den Automobilrennsport, wie z.B. für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, konstruiert wurde.

Le-Mans-Prototypen sind eine Klasse über den seriennahen GT-Wagen anzusiedeln.

Die für einen Le-Mans-Prototyp aufgewendeten Kosten und die für einen Le-Mans-Prototypzum Einsatz kommende Technologie lassen quasi schon erste Vergleiche von einem Le-Mans-Prototyp mit einem Fahrzeug der Formel 1 zu.

Audi R18 TDI frontal - Quelle: AUDI AG Audi R18 TDI seitlich - Quelle: AUDI AG
Quelle: Audi AG

Audi R18 TDI Nachfolger des Audi R15 TDI

Der Audi R18 TDI ist das Nachfolgemodell des Roadsters Audi R15 TDI im Motorsport, der von 2009 bis 2011 bei zehn Rennen zum Einsatz kam und hierbei dreimal als Sieger durchs Ziel ging. Im Gegensatz zum Audi R15 TDI ist der Audi R18 TDI, bei dessen Entwicklung die aerodynamische Effizienz im Vordergrund stand, ein geschlossenes Fahrzeug. Denn geschlossene Fahrzeuge haben in Hinblick auf gute cw-Werte den Vorteil, dass diese wesentlich homogener umströmt werden als Roadster, die mit Verwirbelungen im Cockpit-Bereich zu kämpfen haben. Hierdurch erhöht sich die aerodynamische Effizienz, aus der sich entweder mehr Abtrieb oder mehr Höchstgeschwindigkeit erzielen lässt.

Audi R18 TDI von oben
Quelle: Audi AG

Zu der Abkehr vom Roadster im Motorsport bei Audi trug zudem eine Reglementänderung in Le Mans bei, die die Anzahl der Mechaniker, die gleichzeitig an einem Wagen arbeiten dürfen, reduzierte, was in Konsequenz die Dauer von Reifenwechseln erhöht. Hierdurch ist der beim Roadster schneller durchführbare Fahrerwechsel kein entscheidender Rennfaktor mehr.

Ein wesentlicher Unterschied im Design zum Audi R15 TDI stellt beim 4.650 mm langen, 2.000 mm breiten und 1.040 mm hohen Audi R18 TDI die nun vom Reglement vorgeschriebene Finne zwischen Cockpit und Heckflügel dar. Eine solche Finne, die sich beim Audi R18 TDI nahtlos an die Heckflügelaufhängung anschließt, soll helfen, bei einem Dreher Geschwindigkeit abzubauen.

Um die durch das Reglement vorgeschriebene Motorverkleinerung möglichst zu kompensieren, wurde bei der Konzeption des Audi R18 TDI viel Wert auf Gewichtsreduktion gelegt.
Der Audi R18 TDI ist daher in Ultra-Leichtbauweise gefertigt und besitzt ein einteilig gefertigtes Kohlefaser-Monocoque.
Im Rahmen einer Überarbeitung des Motorkonzeptes hat der Audi R18 TDI nun einen kompakten 540 PS starken, 25 % leichteren 3,7-Liter-V6-TDI-Motor, der ein Drehmoment von über 900 Nm erreicht. Um hierbei den Schwerpunkt so weit wie möglich abzusenken und die Durchströmung des Fahrzeugs zu verbessern, wanderten die Auspuffkrümmer von den Außenseiten des Motors nach oben zwischen die beiden Zylinderbänke. Das Verlagern von Abgasseite und Turbolader auf die Oberseite des Triebwerks lässt die aus den Kühlern austretende heiße Abluft ungestört zum Austritt am Heck des Audi R18 TDI fließen.
Das zur Kraftübertragung verwendete neue Sechsgang-Getriebe, das über einen hohen Karbonanteil verfügt und den Schaltvorgang elektrisch statt pneumatisch aktiviert, sowie die Voll-LED-Scheinwerfer dienen ebenfalls dazu, Gewicht einzusparen. Zumal hierdurch das bisher nötige Pneumatiksystem sowie die übliche elektrische Scheinwerferkühlung nicht mehr erforderlich sind. Eine optimale Durchströmung des Innenraums ermöglicht einen Verzicht eines Einsatzes einer Klimaanlage.

Das Resultat dieser Maßnahmen ist, dass

  • die drei Audi R18 TDI bei ihrem Renndebüt im Motorsport am 07.05.2011 bei der Le-Mans-Generalprobe im belgischen Spa die Plätze drei, vier und fünf belegten.
Audi R18 TDI im Rennen
Quelle: Audi AG
  • gemäß Audi der Audi R18 TDI in Le Mans trotz der deutlich reduzierten Motorleistung nahezu dieselbe Höchstgeschwindigkeit und ähnliche Abtriebswerte erreicht wie im Vorjahr der 605 PS starke Audi R15 TDI.
06.2011





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